Anspruch: Einsteiger
Tag und Uhrzeit: 29. Juni 2009, 09:00 - 13:00 Uhr
Inhalt:
ZFS vereinigt Funktionalitäten eines Dateisystems mit Volumemanagement und vereinfacht dadurch signifikant die Administration.
Über die durchgängige Nutzung von Prüfsummen wird eine schleichende Datenkorruption wie sie bei anderen Dateisystemen möglich ist grundsätzlich verhindert. Algorithmen, die auf die Performance-Charakteristika heutiger Platten abgestimmt sind, eröffnen neue Potentiale bei der Performance - die optionale Kompression von Daten spart nicht nur Platz, sondern kann sich auch bei der Performance positiv auswirken. ZFS kann sehr effizient auf JBODs eingesetzt werden, wobei die Performance und Skalierbarkeit über SSDs weiter gesteigert werden kann.
ZFS ermöglicht über effiziente Snapshots und Clones neue administrative Konzepte und ist zudem eng mit anderen Funktionalitäten des Solaris Open Storage Stacks integriert. So ist es sehr einfach möglich Plattenkapazität unter ZFS über iSCSI zu exportieren.
ZFS erlaubt es, überaus leistungsfähige Speicherlösungen sehr kostengünstig zu implementieren. In diesem Tutorial werden zunächst die Konzepte von ZFS kurz vorgestellt. Anschliessend wird die praktische Nutzung von ZFS im Lifecycle einer Solaris-Installation - von der initialen Installation über Patching bis zum Upgrade vorgestellt. Dabei wird auch auf die Nutzung in Verbindung mit Solaris Containern eingegangen. Weitere Nutzungsszenarien, die betrachtet werden, sind der Einsatz von ZFS in Verbindung mit Datenbanken sowie die Nutzung auf NAS-Servern für NFS, CIFS und iSCSI.
Referent: Franz Haberhauer
Franz Haberhauer arbeitet bei Sun seit über 15 Jahren als OS Ambassador - einer Mittlerfunktion zwischen der deutschen Feldorganisation und dem Solaris Produktmanagement und -Engineering - an der Einführung neuer Technologien in und rund um Solaris. Vor seinem Wechsel zu Sun 1993 betrieb er als Leiter des Rechnerlabors am Institut für Parallele und Verteilte Höchstleistungsrechner an der Universität Stuttgart neben den Forschungsrechnern selbst ein Infrastrukturnetz mit Workstations und Servern. 1986 hatte er sein Studium als Diplom-Informatiker abgeschlossen.
Nach verschiedenen Funktionen in der technischen Vertriebsunterstützung bei Sun wurde Franz Haberhauer 2002 zum Technischen Direktor ernannt. Heute fungiert er als Cheftechnologe und Principal Engineer im Bereich Global Systems Engineering.
In seiner Freizeit ist er als begeisterter Amateurfotograf aktiv.